Umschulungen mit IHK Abschluss (anerkannter Ausbildungsberuf)

Eine Umschulung ist eine Form der beruflichen Aus- und Weiterbildung, bei der es darum geht, neue Kenntnisse für eine bisher nicht ausgeübte berufliche Tätigkeit zu erlangen und ist mit einer Vollausbildung gleichzusetzen.

Mit einer Umschulung können Sie flexibler auf Veränderungen des Arbeitsmarktes reagieren, sich in anderen Berufen orientieren und schaffen somit die Möglichkeit sich völlig neu auf den Arbeitsmarkt zu platzieren.

Beweggründe für eine Umschulung können vielseitig sein. Eine Umschulung findet meist dann statt, wenn der Arbeitnehmer nicht mehr in seinem bisherigen Beruf tätig sein kann.

Eine Umschulung ist sehr zeitintensiv und kann eine Dauer bis zu zwei Jahren einnehmen. Diese finanzielle Belastung und natürlich auch die Kosten der Massnahme müssen aufgebracht werden. Hier bietet der Gesetzgeber viele Möglichkeiten der Finanzierung und Absicherung des Lebensunterhaltes an:

Beweggründe für eine Umschulung:

  • Längere Abwesenheit im erlernten Beruf (z.B. wegen Krankheit oder Kindeserziehung)
  • Berufsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall
  • Ungenügende Nachfrage im erlernten Beruf
  • Technische Neuorientierung des gesamten Berufsfeldes
  • Unzufriedenheit mit dem bisherigen Beruf

Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit / Jobcenter / Arge

Bei einer Förderung nach SGB II oder III, können Sie bei Ihrer zuständigen Agentur eine berufliche Umschulung beantragen. Nach Prüfung Ihrer persönlichen Voraussetzungen wird im Anschluss über Ihren Antrag entschieden. Es handelt sich hierbei immer um eine Einzelfallentscheidung. Wird eine Förderung bewilligt bekommen Sie einen so genannten Bildungsgutschein mit dem Sie sich bei uns für eine Umschulung anmelden können. Außer den Kosten Ihrer Umschulung, sichert Ihr Träger Ihnen die Fahrtkosten bzw. auch die Kosten der Kinderbetreuung zu. Ihre Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts erhalten Sie auch weiterhin während Ihrer Umschulung unverändert. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit.

Auch eine Förderung nach dem sechsten Sozialgesetzbuch auf Grund gesundheitlicher Probleme, die es Ihnen unmöglich machen Ihren erlernten Beruf weiterhin auszuüben, kann über die gesetzlichen Rentenversicherung möglich sein. Auch hier handelt es sich um eine Einzelfallentscheidung ob eine Förderung zur beruflichen Rehabilitation, gegeben ist.

Im siebten Sozialgesetzbuch ist festgelegt, dass die gesetzliche Unfallversicherung oder die Berufsgenossenschaft zur Finanzierung einer Umschulung herangezogen werden kann, wenn der erlernte Beruf auf Grund berufsbedingter Erkrankung oder eines Arbeitsunfalles, nicht mehr ausgeübt werden kann.

Welche Förderung und Finanzierung für Ihre persönliche Situation in Betracht kommen könnte, erläutern wir Ihnen gern in einem persönlichen Gespräch.