Staatliche Förderungsprogramme für Weiterbildung und Umschulung

Der Staat bietet viele Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung bei beruflicher Weiterbildung. Unter gewissen Vorrausetzungen besteht die Möglichkeit der kompletten Kostenübernahme inklusive Fahrtkosten und Kinderbetreuung. Weiter Informationen erhalten Sie in der folgenden Übersicht.


Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit / Jobcenter / ARGE

Bei einer Förderung nach SGB II oder III, können Sie bei Ihrer zuständigen Agentur eine berufliche Weiterbildung oder Umschulung beantragen. Nach Prüfung Ihrer persönlichen Voraussetzungen wird im Anschluss über Ihren Antrag entschieden. Es handelt sich hierbei immer um eine Einzelfallentscheidung. Wird eine Förderung bewilligt bekommen Sie einen so genannten Bildungsgutschein mit dem Sie sich bei uns für eine Weiterbildung oder Umschulung anmelden können. Außer den Kosten Ihrer Weiterbildung oder Umschulung, sichert Ihr Träger Ihnen die Fahrtkosten bzw. auch die Kosten der Kinderbetreuung zu. Ihre Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts erhalten Sie auch weiterhin während Ihrer Weiterbildung unverändert. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit.

BFD - Berufsförderungsdienst der Bundeswehr

Zeitsoldaten, Grundwehrdienstleistende und Berufsoffizier im fliegerischen Dienst können über den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr eine Weiterbildung oder Umschulung beantragen. Der BFD ist für die berufliche Bildung von aktiven und auscheidenden Soldaten und Soldatinnen zuständig. Zur Eingliederung auf den zivilen Arbeitsmarkt bietet der BFD eine Stellenbörse mit Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen an. Darunter fallen auch Weiterbildungen und Umschulungen. Schon während der Dienstzeit haben Soldaten die Möglichkeit, Schulungen zu besuchen, um sich für das Leben nach der Bundeswehr vorzubereiten. Dies gilt auch für den Grundwehrdienst. Der BFD fördert Maßnahmen bis zu 100% und gewährt nach Beendigung des aktiven Dienstes Übergangshilfen. Interessenten können bundesweit Beratungen der zuständigen Ortsbehörden des BFDs in Anspruch nehmen.Weitere Informationen dazu erhalten Sie im Internet unter www.bfd.bundeswehr.de

Bildungsprämie


Die Bildungsprämie wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union gefördert. Anspruch haben Erwerbstätige, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen von maximal 25.600 Euro bei Alleinstehenden bzw. 51.200 Euro bei gemeinsam Veranlagten (unter Berücksichtigung der Kinderfreibeträge) nicht übersteigt. Der Prämiengutschein übernimmt 50% der Weiterbildungskosten, maximal 500 Euro. Interessierte haben bis Ende 2017 die Möglichkeit, sich für die Bildungsprämie zu bewerben. Weitere Informationen, sowie Adressen von Beratungsstellen finden Sie über folgenden Link online auf der Internetseite der Bildungsprämie.


Meister-BAföG

Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) - das sog. "Meister-BAföG" ist ein Mix aus Zuschuss und Darlehen durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Wenn Sie eine anerkannte, abgeschlossene Erstausbildung oder einen vergleichbaren Berufsabschluss verfügen, können Sie diese Aufstiegsförderung beantragen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Vollzeitlehrgängen erhalten vom Staat einen monatlichen Unterhaltsbeitrag zum Lebensunterhalt bis zu folgender Höhe:

697 €für Alleinstehende ohne Kind 238 € Zuschuss / 459 € Darlehen
907 €für Alleinstehende mit einem Kind 343 € Zuschuss / 564 € Darlehen
912 €für Verheiratete238 € Zuschuss / 674 € Darlehen
1.122 €für Verheiratete mit einem Kind343 € Zuschuss / 779 € Darlehen
1.332 €für Verheiratete mit zwei Kindern448 € Zuschuss / 884 € Darlehen


Für jedes weitere Kind erhöht sich (einkommens- und vermögensabhängig) dieser Betrag auf 210 Euro € und wird zu 50 % als Zuschuss geleistet. Alleinerziehende erhalten darüber hinaus pauschalisiert und ohne Kostennachweis einen Kinderbetreuungszuschlag von 113 Euro monatlich pro Kind. Vollzeitmaßnahmen werden längstens 24 Monate, Teilzeitmaßnahmen längstens 48 Monate (Förderungshöchstdauer) gefördert. Das Darlehen ist während der Fortbildung und einer anschließenden zweijährigen Karenzzeit - höchstens jedoch sechs Jahre - zins- und tilgungsfrei. In dieser Zeit trägt der Staat die Zinsen. Danach ist es mit einem günstigen Zinssatz zu verzinsen. Das Darlehen ist innerhalb von 10 Jahren nach Beginn der Tilgungspflicht zurück zu zahlen. Bei Bestehen der Prüfung wird ein Erlass von 25 Prozent auf das auf die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren entfallende Restdarlehen gewährt.

Quelle: Internetseite des Bundesministeriuass="main_link" href="https://www.bmbf.de/pub/144_14_AFBG_Flyer_ms für Bildung und Forschung